Erfolg! Mutige Mutter in Gefahr von Hinrichtung im Iran wurde Frei!

08.10.2019

(Foto von Farangis kurz nach ihrer Freilassung)

Farangis Mazlum wurde am 8. Oktober aus dem Evin-Gefängnis freigelassen. 
Dieser Erfolg war nur mit internationalem Druck und den Bemühungen von Schweizer Freunden, Dutzenden von Kampagnen, Konferenzen, Öffentlichkeitsarbeit und Bemühungen von Familien im Iran möglich.

 

Farangiz Mazlum, die Mutter des inhaftierten Menschenrechtsaktivisten Soheil Arabi, wurde am 22. Juli 2019, nach einem Angriff der Repressionseinheiten des Mullah-Regimes verhaftet.
Die Mutter, jetzt selbst politische Gefangene, hatte sich unermüdlich mit einem kontinuierlichen Protest für die Lebensrettung ihres inhaftierten Sohnes Soheil eingesetzt.
Soheil Arabi, wurde im Jahr 2013 - nur weil er auf Facebook einen Text über die Menschenrechtsverletzungen im Iran veröffentlicht hatte - verhaftet. Er befindet sich nach wie vor im Gefängnis aber in einer sehr schlechten körperlichen und seelischen Verfassung.
Soheil’s Mutter gibt ihren Protest sogar in Einzelhaft nicht auf und ist ständigen Repressionen sowie Drohungen ausgesetzt. Am 22. August erlitt sie einen Herzinfarkt und ihr Zustand ist kritisch.
 

Unter der Herrschaft der religiösen Diktatur im Iran sind die Sozialen Netzwerke mehreren Filtern und einer strengen Kontrolle ausgesetzt. In letzter Zeit wurden viele Blogger und sozial engagierte Menschen, wegen ihren menschenrechtlichen Veröffentlichungen auf Facebook oder Instagram, verhaftet und sind in der Gefahr von Hinrichtung. Soheil Arabi ist ein Beispiel dafür; er wurde verhaftet und zur Hinrichtung verurteilt. 
Aufgrund der mutigen Aktivitäten der Mutter von Soheil, wie z.B. ihrer Mahnwache vor dem Gefängnis, in dem ihr Sohn inhaftiert ist, ihren Interviews und Veröffentlichungen, sowie unserem  internationalen Druck, wurde das Hinrichtungsurteil von Soheil aufgehoben und in eine 7jährige Gefängnisstrafe umgewandelt. 
Jetzt hat das Mullah-Regime schon mit verstärkten Repressionen gegen Gefangene und mit einer Zunahme von Hinrichtungen reagiert, um damit erneut eine Atmosphäre der Angst in der Bevölkerung zu schüren.