Internet-Blockade - Ermordung von Demonstranten

Updated 11.12.2019, Verein Welle warnt vor einem neuen Massaker

Seit dem 15. November, nach einer plötzlichen unangekündigten Erhöhung des Treibstoffpreises um 300 % im Iran, ist die Bevölkerung auf die Strasse gegangen um zu protestieren. Die Demonstrationen weiteten sich innerhalb von nur zwei Tagen auf mehr als 189 Städte landesweit aus.
Die Parolen der Demonstranten richten sich gegen die herrschende Diktatur im Iran.

Das Mullah-Regime reagierte darauf mit gewaltsamer und brutaler Repression.
Bisher wurden mindestens 1000 Menschen getötet. Obwohl die Zahl der Berichte und Videos über die Situation im Iran aufgrund der Internetblockade sehr begrenzt ist, berichten aber  verlässliche Nachrichten-Quellen aus dem Inland darüber, dass das Regime auf die Demonstranten schiessen lässt.
In den jüngsten Berichten heisst es, dass die meisten Demonstranten von Regime-Agenten in Zivil aus nächster Nähe oder durch Scharfschützen in Kopf und Brust erschossen wurden. Das Regime versucht, die tatsächliche Zahl der Todesopfer geheim zu halten. Sie weigerten sich sogar, die Leichen ihren Familien zu übergeben und begruben diese stattdessen heimlich an unbekannten Orten.

Mindestens 4000 Menschen wurden verletzt. Berichten zufolge haben die Sicherheitskräfte auch ein Krankenhaus in der Stadt Schiraz angegriffen und alle Verwundeten und Getöteten verschleppt.

Nach Angaben der regimetreuen Nachrichtenagentur Etemad wurden mehr als 7000 Menschen verhaftet. Alternative verlässliche Quellen berichten aber von mehr als 12000 Verhaftungen.

Name von 221 der getöteten Personen wurde kürzlich veröffentlicht.

Wir können Menschenleben retten!

Videos aus dem Iran zeigen, dass das Ausmass der Verhaftungen mit mehr als 12.000 Menschen so fross ist, dass die bisherigen iranischen Gefänfniss überfült sind ind die Diktatur darum nun Schulen als Haft – und Folterstätten benutzt! Unter den Opfern sind viele Kinder unter 18 Jahren.

Einige Beispiele der Todesopfer:

Ruhullah Nazari Fatah Abad, 37, getötet am Abend des 17. November in Sirjan.

Mehdi Nikoui Ali Abadi, 20, aus der Provinz Fars wurde am 17. November erschossen.

Farzad Ansari wurde in Behban erschossen.

Mehdi Papi, 31, wurde am 17. November in Fardis Karaj westlich in der Nähe von Teheran getötet.

Die Belästigung der Familien der Verhafteten ist ebenfalls unbeschreiblich.
Sogar für die Freigabe der Leichen an die Familien, verlangen die Repressionskräfge des Regimes die Bezahlung der Kulgen, mit denen ihre Liebsten getötet wurden!
Der 14-jährige Nikta Esfandani wurde in der Sattarkhan-Strasse in Teheran erschossen.
Sicherheitskräfte sagten der Familie, dass sie von ihnen die Bezahlung der Kugeln nicht verlangen würden, weil ihre Tochter noch unter 18 jahre alt, also noch ein Kind war!
 

Die brutale Unterdrückung des Regimes erfasste auch schnell die sozialen Medien, was der internationalen Gemeinschaft damit die Schwäche und das Ausmass der Korruption des Regimes zeigt. Als eine weitere Reaktion auf die zunehmende Protestbewegung im Iran hat das herrschende Regime seit dem 17. November das Internet vollständig blockiert.

Die Internetblockade gibt dem Regime die Möglichkeit, ohne jegliche Öffentlichkeit die verhafteten Menschen und Demonstranten zu töten. Ausländische Reporter, die vor Ort sind, dürfen ebenfalls keine Berichte ins Ausland senden.

Viele führende Regime-Vertreter und staatliche Zeitungen drohen mit der Hinrichtung von Demonstranten. 
Kayhan, eine der regimetreuen Zeitungen, veröffentlichte am Montag, den 19. November, einen Artikel mit den Worten: "Die Saboteure gehören mit dem Strick um den Hals gehängt".
Kayhan fügte hinzu, dass die Justizbehörden für die Anführer der jüngsten Proteste verbindlich die Todesstrafe und die Vollstreckung der Hinrichtung vorgesehen haben.

Verein Welle warnt, dass ein neues Massaker, ähnlich dem Massaker an 30.000 politischen Gefangenen im Jahr 1988 im Iran, verhindert werden muss.  In diesem Zusammenhang führt Verein Welle mehrere Kampagnen und juristische Aktivitäten durch. Die Enthüllungen und die internationalen Veröffentlichungen über diese Verbrechen tragen dazu bei, dass dem Regime die Hände gebunden werden ein neues Massaker an den verhafteten friedlichen Demonstranten zu begehen.

Verein Welle fordert die Vereinten Nationen auf, einen Sonderberichterstatter in den Iran zu schicken, um über diese Proteste, die staatlich verübten Morde und die Situation der Gefangenen einen Untersuchungsbericht zu erstellen. Verein Welle ruft die internationale Gemeinschaft und die internationalen Internet-Service-Provider dazu auf, die ungesetzliche und willkürliche Abschaltung des Internets entschieden zu verurteilen und der iranischen Bevölkerung zu helfen, diese Internet-Blockade zu durchbrechen.

Bitte unterstützen Sie uns für diese Kampagne, um die Hinrichtung der friedlichen Demonstranten zu stoppen und um den Gefangenen, die der Folter ausgesetzt sind Hoffnung zu geben. Wir benötigen Ihre Hilfe in dieser aktuell dringenden und heiklen Situation.

Spenden