Iran: Hinrichtung zweier 17jähriger Jungen, nach vorheriger Auspeitschung

24.04.2019-Iran steht in Bezug auf die Hinrichtung von Kindern an erster Stelle in der Welt

Die 17jährigen Jungen Mehdi Sohrabifar und Amin Sedaghat, waren nach einem unter Folter erzwungenen falschen Geständnis, seit ihrem 15. Lebensjahr inhaftiert und wurden am 24. April erst ausgepeitscht und dann im Abdelabad Gefängnis in Shiraz gehängt. 
Weder die Jugendlichen selbst, noch ihre Eltern oder ihre Anwälte waren über das Todesurteil und über die willkürlich und kurzzeitig geplante Vollstreckung der Hinrichtung vorab informiert worden. Am 25. April teilte ein Forensik-Institut des Regimes den Familien den Tod ihrer Kinder mit und dass sie ihre Leichname abholen sollten. 
Nach diesem Vorfall besteht die berechtigte Sorge, dass die tatsächliche Zahl der bereits hingerichteten Jugendlichen sowie die Zahl der Jugendlichen in den Todeszellen, die in Gefahr von Hinrichtung sind, sehr viel höher als bisher angenommen und berichtet wurde, ist. 
Deshalb ist es jetzt um so wichtiger, dass alle internationalen Institutionen, wie UNO und EU all ihre diplomatischen Möglichkeiten und die Internationalen Menschenrechtsorganisationen all ihre Öffentlichkeitsarbeit und Aktivitäten einsetzen, um das iranische Regime zum sofortigen Stopp der Hinrichtung von Jugendlichen zu zwingen!
Um die mögliche Hinrichtung der mindestens weiteren 90 inhaftierten Jugendlichen zu verhindern, bitten wir um Ihre Unterstützuung!

Spenden

Internationale Verurteilungen

Michelle Bachelet, Hohe Kommissarin für Menschenrechte der UNO, 3.Mai:

„Ich bin entsetzt. Ich fordere nochmals alle iranischen Verantwortlichen dazu auf, alle Todesurteile und Hinrichtungen von Jugendlichen sofort zu stoppen.“ 

Human Rights Watch, 1.Mai: 

„Es gibt keinerlei Rechtfertigung für die Hinrichtung von Kindern,” sagte Michael Page, stellv. Direktor für Nahost von Human Rights Watch. „Das iranische Regime brachte die beiden Jungen direkt von einem Jugendgefängnis zum Galgen.“

UN Special Procedures, 9.Mai: 

UN Experten fordern Iran auf sofort die Hinrichtung von Jugendlichen einzustellen. Es besteht eine grosse Sorge wegen mindestens 90 Menschen, die zur Zeit Ihrer Festnahme jünger als 18 Jahre waren und sich jetzt in den Todeszellen der Gefängnisse im Iran befinden.

Europäische Union, 3.Mai:

Die Europäische Union ist gegen jede Art von Todesstrafe ohne Ausnahme und verurteilt darum auch die Hinrichtungen im Iran.

Wir fordern den sofortigen Stopp aller Hinrichtungen im Iran, besonders von Kindern unter 18 Jahren!

Mit Ihrer Spende können Sie eine lebensrettende Stimme für diese Jugendlichen sein.

 

 

Spenden